Fränkischer Kabarettpreis 2024

Finale 2024 - Samstag 19.10.2024
Moderation: Christl Sittenauer - Gewinnerin Fränkischer Kabarettpreis 2023

Einlass: 18:30 Uhr - Beginn: 19:30 Uhr


Veranstaltungsort:

Stadthalle Arnstein
Cancale-Platz 6
97450 Arnstein


Kartenvorverkauf:
Förderverein Fränkischer Kabarettpreis e.V.
Geschäftsstelle Oberthulba
Ledergasse 16
97723 Oberthulba
Telefon: +49 9736 7519990
E-Mail: info@fraenkischer-kabarettpreis.de



Gewinner 1. Vorrunde

Matthias Reuter
Manchmal wird ein Programmtitel zum Alltag. Als Matthias Reuter sein neues Kabarettprogramm „karrierefreies Wohnen“ nannte, ahnte er nicht, dass er das dann erstmal ein Jahr lang machen würde. Doch nicht nur für Inzidenzen gilt: wenn alles ständig eskaliert, ist es das Beste, man pausiert. Wo Medien, Politik und Mitmenschen zunehmend hysterischer werden, setzt Reuter auf Ruhe. Und Humor. Aber für beides braucht man Zeit. Und so beantwortet er die uralte schwedische Möbelverkäuferfrage „Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ mit dem Satz „Ich wohne. Um noch was vom Leben mitzukriegen.“ Je nach Nachbarschaft ist das ja auch schon Event genug.
Karrierefreies Wohnen ist der Versuch, im vierten Stock am Boden zu bleiben, während gleichzeitig vor der Tür der ganz normale Wahnsinn patrouilliert: weltreisende Viren, wahlkämpfende Wichtigtuer, falsche Dachdecker und Polizisten, Plauderkassen im Supermarkt und Saugroboter mit Kosenamen. Und ständig die bange Frage: Ist Kabarett überhaupt noch systemrelevant? Reuter ist da optimistisch, denn der Mann von der Reinigung hat ihn neulich gefragt, wann er endlich mal wieder aufritt und seine Hemden und den Anzug vorbeibringt. Immerhin! Und so macht sich Matthias Reuter pflichtbewusst auf den Weg in die Kleinkunsttheater der Republik, um Klavier zu
spielen, Geschichten zu lesen, Menschen zu unterhalten und seinen Anzug zu verschmutzen.
Denn das geht wirklich nur auf der Bühne.
Matthias Reuter ist Autor und Musikkabarettist aus dem Ruhrgebiet. Er kann seit 2010 davon leben (sagt das Finanzamt). Bis 2070 muss er davon leben (sagt sein Rentenbescheid) Für seine Auftritte hat Reuter einige Kabarettpreise bekommen, zuletzt den Dresdner Satirepreis 2019, aber auch den Jurypreis von „Tegtmeiers Erben“ im Jahr 2011. Die CDs zu seinen Programmen sind im Kölner WortArt-Verlag erschienen. Das Kurzgeschichtenbuch „Rentnerfischen im Hallenbad“ erschien 2019 im Berliner Satyr-Verlag.




Gewinner 2. Vorrunde

Rix Rottenbiller

Gäbe es das Wort Grantler nicht, für Rix Rottenbiller hätte man es erfinden müssen. In seinem Programm "So kann i ned oawad'n…" hat der Kabarettist reichlich Gelegenheit seinen (ober)bairischen Grant auszuleben - sehr zur Gaudi der Zuhörer.
Dabei erzählt Rix eigentlich nur von alltäglichen Begebenheiten, die ihn aber innerhalb kürzester Zeit auf die Palme bringen - oder zumindest auf einen mittelgroßen Buchsbaum. Sein Fehler ist einfach, dass er viel zu genau hinsieht und viel zu aufmerksam zwischen den Zeilen hört (oder auch andersrum).
Eigentlich kann er gar nichts dafür, aber irgendwie zieht er komische Situationen magisch an, auch wenn ER sie nicht unbedingt komisch findet. Rix Rottenbiller will einfach nur seinen Job als Hochzeits-DJ machen, doch die sächsischen Hochzeitsgäste haben etwas dagegen. Er möchte einfach nur Musikwünsche erfüllen, doch ein volltrunkener Partygast hat was dagegen. Er will nach der Arbeit einfach nur heimfahren, doch die Polizei hat was dagegen.


Gewinner 3. Vorrunde



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