Der Fränkische Kabarettpreis

 

wurde vom "Förderverein Fränkischer Kabarettpreis" ins Leben gerufen und wurde erstmals 2007 verliehen und findet jährlich an vier Abenden in der Stadthalle Arnstein statt.

 

Schirmherrin im Jahr 2018 ist wieder Frau Monika Wagner-Repiscus

vom Bockshorn im Kulturspeicher - Würzburg.

 

 

 

Finale am Samstag, 20.10.2018

Moderation: Markus Kapp

 

Einlass: 18:30 Uhr - Beginn: 19:30 Uhr

 

Gewinner der 1. Vorrunde:

 

Podewitz

Angelo Sommerfeld

 

Der deutsche Meister im Drum-rum-Reden und sein unmusikalischer Bruder präsentieren:
„Wer plaudert wird erschossen!“
Eine herrlich hingerotzte Sprach-Punk-Polka mit Texten zum Mit-grölen und Szenen zum Davon-Laufen.
Es hagelt wieder kübelweise Ohren-Gold und Schwafel-Silber:
Rach, der Religions-Tester, probiert das „Allah-You-Can-Eat-Buffet“
Aus der Abteilung: „lesenswerte Lebensmittel“ stellen wir vor: den mitreißenden Kräuter-Krimi „Kill Dill“
Ist Boris Becker wirklich pleite? Oder ist er „tennis-arm“?
Kommen Sie und seien Sie dabei, damit Sie später sagen können: „Ich bin dabei gewesen!“

 

 

Gewinner der 2. Vorrunde:

 

Peter Fischer

Atze Bauer
Foto: Dominik Osswald

 

Was haben Annegret, Jesus und E-Autos mit Jazz zu tun? Schmeckt die Ironie unserer Zeit am besten pur? Und ist G-Dur eigentlich schon rassistisch? Die komplexen Fragen unserer Zeit können eine Herausforderung sein, wenn man in einer Zweitastengesellschaft lebt. Schließlich sieht man dort auf den ersten Blick nur schwarz oder weiß. Aber Peter Fischer stellt sich ihnen. Denn auch zwischen schwarzen und weißen Tasten verstecken sich Zwischentöne. Der Musikkabarettist ver-bindet „Klavier-Melodien mit komödiantisch-sarkastischen und gesellschaftskritischen Texten (…) und bekommt dafür tosenden Applaus“ (Süddeutsche Zeitung). Er wird dabei „zum Geschichten-erzähler, legt kleine Fallstricke aus oder versteckt Doppeldeutigkeiten“ (Ostsee-Zeitung). Manchmal nachdenklich, manchmal „völlig abgefahren und respektlos – aber wirklich witzig.“ (Süddeutsche Zeitung)

 

 

 

 

 

 

 

Gewinner der 3. Vorrunde:

 

Jakob Heymann

Marcel Kösling

 

Jakob Heymann staunt über das Leben. Und wenn man diesem Staunen auf Albumlänge zuhört, staunt man in unfreiwilliger Selbsterkenntnis zurück, frei nach dem Motto seines Liedes „Peter und Paul“: „Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul“. Auf seinem Debüt-Album „Emilia“ lästert der junge Liedermacher von der Seele weg über alles was die schöne neue Welt so an Unsäglichkeiten zu bieten hat. Sein zentrales Thema: Das Mensch-Sein - in all seiner Dummheit, in all seiner Schönheit, in all seiner Widersprüchlichkeit. Der Humor seiner Texte ist bissig und schonungslos, die Melancholie seiner Stimme ist gelebt und sein versiertes Gitarrenspiel pickt, strummt und schrabbelt sich elegant durch die variantenreichen Gefühlswelten seiner Songs.

Jakobs Lieder führen uns aufs Glatteis der Ironie, wenn er etwa eine reinhardmeysche Hymne auf die Natur (inklusive anachronistisch gepfiffener Melodie!) nach und nach im Müll versinken lässt. Oder wenn er in „Lied 5“ einer scheinbaren Ballade über das Alleine-Sein plötzlich eine unerwartet brutale Wendung gibt (aber die bitterböse Pointe hören Sie doch lieber selbst!). Man darf einem Heymann Song also erst einmal nicht trauen, aber: Ihm gelingt das Kunststück bei allem beißenden Sarkasmus nie wirklich ins Hoffnungslos-Zynische zu kippen. Ob Freiheit als Wagnis oder Liebe als Hindernis, Jakob erlaubt sich die altmodische Größe den eigentlichen Fragen der Existenz hinterher zu spüren. Seine Songs übers Lieben und Leben treffen abseits aller Lacher, die er auf seiner Seite hat, auch immer wieder in Magengegenden, wo es wehtun kann. Ja, er erlaubt es sich sogar eine wahrhaft humanistische Message im Gepäck zu haben: „Du, als Mensch aus Fleisch und Blut, / bist von Natur aus gut genug“. Und das Ganze ohne den Hörer mit verkrampft geklampften Pseudo-Philosophie-Traktaten zu langweilen, im Gegenteil: „Emilia“ ist ein vor Witz und Überraschung nur so sprühendes Album, das gleichermassen komplex wie schnörkellos geniessbar ist. Und das mit dem Staunen, das kann man von keinem Besseren lernen.

 

 

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